{"id":42,"date":"2011-08-07T08:54:49","date_gmt":"2011-08-07T08:54:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anthus.de\/?page_id=42"},"modified":"2013-02-01T20:09:03","modified_gmt":"2013-02-01T20:09:03","slug":"arno-bock","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.anthus.de\/?page_id=42","title":{"rendered":"Arno Bock"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.anthus.de\/bilder\/arno_bock.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Arno Bock\" alt=\"Arno Bock\" src=\"http:\/\/www.anthus.de\/bilder\/arno_bock.jpg\" width=\"300\" height=\"288\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Arno Bock (*04.12.1932 +09.01.2010)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nachruf Arno Bock www.oagkreisunna vom 09.01.2010 und Naturreport 2011 der NFG Kreis Unna<\/strong> (Werner Pr\u00fcnte)<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Wir trauern um Arno Bock<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die traurige Nachricht erreichte uns in den Mittagsstunden: Der bekannte Fr\u00f6ndenberger Ornithologe Arno Bock ist heute am fr\u00fchen Morgen im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Lungen-Embolie verstorben. Arno Bock erfasste schon in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Best\u00e4ndigkeit und hohem Einsatz die Vogelwelt der Ruhrstadt nicht nur in qualitativer, sondern auch in quantitativer Weise. Seine in Jahrzehnten gesammelten ph\u00e4nologischen Datens\u00e4tze, seine Aufzeichnungen \u00fcber die Brutvorkommen vieler Vogelarten im Ruhrtal und auf der Haar, seine Siedlungsdichte-Untersuchungen \u201caus fast schon historischen Zeitr\u00e4umen\u201d schlummern gr\u00f6\u00dftenteils noch in den mehr als 50 (!) mit Akribie gef\u00fchrten Tageb\u00fcchern. Wer immer sich noch einmal berufen f\u00fchlt, eine Avifauna im Kreis oder f\u00fcr den Kreis zu erstellen \u2013 an diesem riesigen Vergleichsmaterial vornehmlich aus besseren Zeiten der heimischen Ornis kommt kein Bearbeiter vorbei, will er nicht von vornherein auf die Beschreibung der Ver\u00e4nderungen in unserer Vogelwelt verzichten\u2026<\/p>\n<div>\n<p>Arno Bock<\/p>\n<\/div>\n<p>Arno Bock verstand es immer wieder, junge Leute f\u00fcr die Vogelkunde zu begeistern. Auch f\u00fcr mich, den Verfasser dieser Zeilen, war er einer der wegweisenden Lehrer auf diesem Gebiet. Mehr als f\u00fcnf Jahrzehnte war A. Bock Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland. Als Beringer markierte und untersuchte er viele tausend V\u00f6gel. Vor allem dem Brutort-Verhalten der Rohrammern, die er in mehr als 100 F\u00e4llen im Jahr nach der Beringung am Brutort best\u00e4tigte und damit als besonders \u201cortstreu\u201d einstufen konnte, galt dabei sein besonderes Interesse.<br \/>\nAls Natursch\u00fctzer der ersten Stunde war es Arno Bock gl\u00fccklicherweise noch verg\u00f6nnt, den vollzogenen Schutz der Fr\u00f6ndenberger Kiebitzwiese als neues NSG im Kreis miterleben zu k\u00f6nnen. Jener Kiebitzwiese, der er wie kein anderer bei der Beobachtung von Tieren und Pflanzen \u00fcber Jahrzehnte hinweg sein Auge schenkte (w. pr\u00fc \u2013 9.01.2010).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nachruf Arno Bock Westfalenpost vom 11.01.2010 <\/strong>(Werner Pr\u00fcnte)<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Trauer um Natursch\u00fctzer der ersten Stunde &#8211; Ornithologe Arno Bock starb mit 77 Jahren<\/strong><\/span><\/p>\n<p>FR\u00d6NDENBERG. Der bekannte Fr\u00f6ndenberger Ornithologe Arno Bock ist am Samstag im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Lungen-Embolie verstorben. Der Naturfreund und \u2013kenner erfasste schon in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit Best\u00e4ndigkeit und hohem Einsatz die Vogelwelt der Ruhrstadt und legte mit diesen fast schon &#8222;historischen&#8220; Bestandsaufnahmen einen wichtigen Grundstein f\u00fcr die Beantwortung der Frage, wie sich die aktuelle Klimaver\u00e4nderung auf die Natur ausgewirkt hat. Amo Bock gelang in seiner Heimatstadt sehr \u00fcberzeugend der Nachweis, dass sich die Ankunftszeiten der Zugv\u00f6gel dem Klimawandel anpassten. Die Schwalbe, die fr\u00fcher im April zur\u00fcckkehrten, beziehen jetzt schon im M\u00e4rz ihre traditionellen Brutst\u00e4tten. Unterst\u00fctzt wurde der Vogelkundler bei seinen Erhebungen in Gottes freier Natur immer wieder von seiner Frau Margret, h\u00e4ufig aber auch von seinen drei Kindern.<\/p>\n<p>Allerdings hinterlie\u00df der feinsinnige Naturkenner seiner Familie, seinen Freunden und Weggef\u00e4hrten eine gemeinsame, wenn auch unausgesprochene Verpflichtung: Seine in Jahrzehnten gesammelten ph\u00e4nologischen Datens\u00e4tze, seine Aufzeichnungen \u00fcber die Brutvorkommen vieler Vogelarten im Ruhrtal und auf der Haar, seine Siedlungsdichte-Untersuchungen schlummern gr\u00f6\u00dftenteils noch in den mehr als 50 (!)\u00a0 mit Akribie gef\u00fchrten Tageb\u00fcchern. Wer immer sich noch einmal berufen f\u00fchlt, ein Buch \u00fcber die Vogelwelt der Stadt Fr\u00f6ndenberg oder des Kreises zu erstellen &#8211; der kommt an diesem riesigen Datenmaterial vornehmlich aus besseren Zeiten der Natur nicht vorbei.<\/p>\n<p>Arno Bock verstand es immer wieder, junge Leute f\u00fcr die Vogelkunde zu begeistern. Auch f\u00fcr die heute in der Ruhrstadt t\u00e4tigen Ornithologen war er einer der wegweisenden Lehrer. Mehr als f\u00fcnf Jahrzehnte war Arno Bock Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland. Als Beringer markierte und untersuchte er viele tausend V\u00f6gel. Vor allem dem Brutort-Verhalten der Rohrammern, die er in mehr als 100 F\u00e4llen im Jahr nach der Beringung am Brutort best\u00e4tigte und damit als besonders &#8222;ortstreu&#8220; einstufen konnte, galt sein besonderes Interesse.<\/p>\n<p>Als Natursch\u00fctzer der ersten Stunde war es Arno Bock gl\u00fccklicherweise noch verg\u00f6nnt, den vollzogenen Schutz der Fr\u00f6ndenberger Kiebitzwiese als neues NSG miterleben zu k\u00f6nnen. Jener Kiebitzwiese, der er wie kein anderer bei der Beobachtung von Tieren und Pflanzen \u00fcber Jahrzehnte hinweg sein Augenmerk schenkte.<\/p>\n<p>Freunde sch\u00e4tzten an &#8222;ihrem Arno&#8220; neben seiner Verl\u00e4sslichkeit und Hilfsbereitschaft vor allem seine Bescheidenheit. Die allerdings war wie verflogen, als es darum ging, in der Selbsthilfegruppe &#8222;Bauring Heiligenhaus&#8220; bei der Schaffung von Eigenheimen in Fr\u00f6ndenberg Aufgaben zu \u00fcbernehmen und kr\u00e4ftig zuzupacken. Die genannte Gruppe schuf im Zeitraum von 1969 bis 1972 nach dem Motto &#8222;Bau Dein Heim mit eigenen H\u00e4nden&#8220; sieben Eigenheime am Ahornweg. Keiner von denen, die damals in dieser Gruppe die \u00c4rmel hochkrempelten, um sich den Wunsch nach den eigenen vier W\u00e4nden zu erf\u00fcllen, war auf &#8222;Rosen gebettet. Fehlendes Kapital musste damals durch Eigenhilfe ersetzt werden. Ein St\u00fcck Fr\u00f6ndenberger Gesellschaftsgeschichte &#8211; auch die schrieb Arno Bock mit . . .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nachruf Arno Bock Hellweger Anzeiger vom 11.01.2010<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Nachruf<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der Naturkenner Arno Bock erfasste schon in den 40er und 50er Jahren mit hohem Einsatz die Vogelwelt der Ruhrstadt und legte mit diesen fast schon &#8222;historischen&#8220; Bestandsaufnahmen einen wichtigen Grundstein f\u00fcr die Beantwortung der Frage, wie sich die aktuelle Klimaver\u00e4nderung auf die Natur ausgewirkt hat. Arno Bock gelang in seiner Heimatstadt sehr \u00fcberzeugend der Nachweis, dass sich die Ankunftszeiten der Zugv\u00f6gel dem Klimawandel anpassten. Unterst\u00fctzt wurde der Vogelkundler bei seinen Erhebungen immer wieder von seiner Frau Margret, h\u00e4ufig aber auch von seinen drei Kindern.<\/p>\n<p>Arno Bock verstand es, junge Leute f\u00fcr die Vogelkunde zu begeistern. Auch f\u00fcr die heute in der Ruhrstadt noch t\u00e4tigen Ornithologen war er einer der wegweisenden Lehrer. Mehr als f\u00fcnf Jahrzehnte war Bock Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland. Als Beringer markierte und untersuchte er viele Tausend V\u00f6gel. Vor allem dem Brutort-Verhalten der Rohrammer galt dabei sein Interesse. Als Natursch\u00fctzer der ersten Stunde war es Arno Bock noch verg\u00f6nnt, den vollzogenen Schutz der Fr\u00f6ndenberger Kiebitzwiese miterleben zu k\u00f6nnen. Freunde sch\u00e4tzten an &#8222;ihrem Arno&#8220; neben seiner Verl\u00e4sslichkeit und Hilfsbereitschaft vor allem seine Bescheidenheit. Die allerdings war wie verflogen, als es darum ging, in der Selbsthilfegruppe &#8222;Bauring Heiligenhaus&#8220; bei der Schaffung von Eigenheimen kr\u00e4ftig zuzupacken. Ein St\u00fcck Fr\u00f6ndenberger Gesellschaftsgeschichte &#8211; auch die schrieb Arno Bock mit. Der Ornithologe erlag am Samstag im Alter von 77 Jahren den Folgen einer Lungen-Embolie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arno Bock (*04.12.1932 +09.01.2010) &nbsp; Nachruf Arno Bock www.oagkreisunna vom 09.01.2010 und Naturreport 2011 der NFG Kreis Unna (Werner Pr\u00fcnte) Wir trauern um Arno Bock Die traurige Nachricht erreichte uns in den Mittagsstunden: Der bekannte Fr\u00f6ndenberger Ornithologe Arno Bock ist heute am fr\u00fchen Morgen im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Lungen-Embolie verstorben. 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