{"id":44,"date":"2011-08-07T08:55:01","date_gmt":"2011-08-07T08:55:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anthus.de\/?page_id=44"},"modified":"2013-02-01T20:09:18","modified_gmt":"2013-02-01T20:09:18","slug":"horst-mester","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.anthus.de\/?page_id=44","title":{"rendered":"Horst Mester"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.anthus.de\/bilder\/horst_mester.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Arno Bock\" alt=\"Horst Mester\" src=\"http:\/\/www.anthus.de\/bilder\/horst_mester.jpg\" width=\"300\" height=\"238\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Horst Mester (*10.06.1934 +25.11.1984)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nachruf Horst Mester Westfalenpost vom<\/strong>\u00a0 <strong>27.11.1984<\/strong> (Werner Pr\u00fcnte)<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Auf den Balearen blieb ihm nicht ein Vogel verborgen &#8211; Zum Tode von Prof. Dr. Horst Mester &#8211; Walramsch\u00fcler<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Menden\/Fr\u00f6ndenberg. Im Alter von 50 Jahren entschlief am Sonntagmorgen der aus Fr\u00f6ndenberg geb\u00fcrtige Prof. Dr. Horst Mester, der bis zum Abitur das Walram-Gymnasium in Menden besuchte und sp\u00e4ter nach dem Hochschulstudium an der Universit\u00e4t M\u00fcnster die wissenschaftliche Laufbahn als Psychiater einschlug. Mit ungew\u00f6hnlichen Talenten und leidenschaftlichem Tatendrang ausgestattet, widmete sich Horst Mester in rastlosem Einsatz vor allem der Erforschung der Magersucht und ihrer Ursachen. Auf diesem Gebiet galt er als einer der profiliertesten europ\u00e4ischen Wissenschaftler. Sein Buch \u00fcber dieses so aktuelle medizinische Thema spiegelt den Wissenstand unserer Zeit dazu wider. Gro\u00dfe Vortragsreisen f\u00fchrten den Gelehrten, dessen Ver\u00f6ffentlichungen in vielen medizinischen Fachzeitschriften weite Verbreitung fanden, in die europ\u00e4ischen Metropolen der psychiatrischen Forschung: Auf Kongressen in Graz war er ein ebenso gern gesehener Gast wie in Amsterdam.<\/p>\n<p>Doch der \u201estellvertretende Chef&#8220; der Neurologischen Klinik in M\u00fcnster war nicht nur eine Kapazit\u00e4t in seinem Spezialgebiet: F\u00fcr alle Disziplinen der Naturwissenschaften in gleicher Weise aufgeschlossen und begeistert, erkannte schon der 20j\u00e4hrige &#8211; fr\u00fcher als seine Mitstreiter &#8211; die Warnzeichen einer drohenden Umweltkatastrophe. Der geb\u00fcrtige Fr\u00f6ndenberger nutzte denn auch die \u201eKraft der jungen Jahre&#8220;, um die Ausstattung der heimischen Fauna und Flora f\u00fcr die Nachwelt aufzuschreiben. Wer heute eines seiner in Leder gebundenen Tageb\u00fccher &#8211; wahre Kunstwerke &#8211; in H\u00e4nden h\u00e4lt, wei\u00df nicht, was er daran mehr bewundern soll: Die wissenschaftliche Akkuratesse der unersch\u00f6pflichen Datensammlung oder die geniale Handschrift eines begnadeten Zeichners. Die heimische Naturforschung verdankt Horst Mester eine F\u00fclle von vogelkundlichen Bestandsaufnahmen, die heute von unsch\u00e4tzbarem Wert sind. Die Erkenntnisse aus den Streifz\u00fcgen durch die heimische Natur fanden ihren Niederschlag in mehr als 100 wissenschaftlichen Abhandlungen. Ohne die Mithilfe seiner Lebensgef\u00e4hrtin Renate w\u00e4re dieses Lebenswerk nicht zustande gekommen.<br \/>\nProf. Dr. Mester galt als der beste Kenner der Vogelwelt der Balearen und der Pityusen: 35 Forschungsreisen f\u00fchrten ihn dort hin. Von einem unaufhaltsamen Herzleiden schon schwer gezeichnet, wagte er seine letzte Reise nach Formentera. Von den Strapazen dieser Abschieds-Exkursion hat er sich nicht mehr erholt. \u201eDort unten f\u00fchle ich mich eigentlich am wohlsten&#8220;, gestand er einem Freund, dessen Zuneigung er mit v\u00e4terlicher Treue 30 Jahre hindurch belohnte. So fielen in seinem Leben H\u00f6hepunkt und Ende fast zusammen.<br \/>\nHeute nehmen die engsten Angeh\u00f6rigen und Freunde von diesem \u201egr\u00fcnen Preu\u00dfen&#8220; &#8211; so ein Mitarbeiter \u00fcber ihn &#8211; auf dem Friedhof in Fr\u00f6ndenberg-Dellwig Abschied. Sein Werk lebt weiter in der Arbeit vieler Naturfreunde, die heute den Mendener und Fr\u00f6ndenberger Raum \u201efaunistisch durchdringen&#8220;. Viele von ihnen wurden \u201evon Mester infiziert&#8220;: Der Ausstrahlungskraft des Naturkenners und genialen Plauderers erlagen fast alle, die ihm begegneten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Horst Mester (*10.06.1934 +25.11.1984) &nbsp; Nachruf Horst Mester Westfalenpost vom\u00a0 27.11.1984 (Werner Pr\u00fcnte) Auf den Balearen blieb ihm nicht ein Vogel verborgen &#8211; Zum Tode von Prof. Dr. Horst Mester &#8211; Walramsch\u00fcler Menden\/Fr\u00f6ndenberg. 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